patagonien 08-09
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Mototour Dezember 2008 - Januar 2009

Valparaiso - Camino Austral - Routa 40 -  Torres del Paine - Ushuaia

Reiseberichte 23 - 30.12.08

Posted by Administrator on 30th December, 2008
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23.12.08
Es ist kurz vor 22:00 uhr in Calafate, noch ist es hell draussen. Durch die stadt führt ein breiter boulevard dessen fahrbahnen durch einen breiten grünstreifen getrennt sind. Die bäume und laternen sind mit weihnachtsbeleuchtung geschmückt, in den fenstern der geschäfte stehen kleine christbäume. Touristen in jack wolfskin bekleidung und wanderschuhen besorgen proviant für die nächste trekking tour, die einheimische erkennt man an den päckchen in geschenkverpackung.
 Mir gefällt dieses kleine städtchen, auch wenn es ein kleiner kulturschock ist wenn man nach mehreren tagen schotterpiste die nur von kleinsten siedlungen umgeben ist auf diese kommerziell ausgerichtete einkaufsstrasse trifft.

Wir sitzen zu viert in einem kleinen restaurant und bekommen von einem äusserst gastfreundlichem herrn des hauses vorzügliches essen serviert. Ich bekomme rippchen und als nachtich karamelflan mit dulche di leche. Joël und Martine machen sich nochmal auf die suchen nach einer agentur da sie morgen mit dem schiff über den see zum gletschern wollen. Philippe und ich gönnen uns noch einen digestif. Zum abschluss gibt es noch ein glas patagonischen schampus auf kosten des hauses. Dies und die tatssache, dass der chef weiss wo luxemburg liegt und sogar weiss, dass es ein sehr kleines land ist, ist mir ein üppiges trinkgeld wert. Wir verabschieden und bedanken uns herzlich und ich weise den hernn noch darauf hin, dass in dem kleinen land durchaus grosse menschen zuhause sind, bin ich doch locker zwei köpfe  grösser als er.

Dass ich für hiesige verhältnisse etwas ausser der reihe geraten bin muss ich leider auch feststellen, als ich mir ein t-shirt mit der aufschrift ruta40 kaufen will. Diese gibt es nämlich nur bis  grösse XL,  bräuchte ich doch zwei nummern grösser.

24.12.08
Philippe und ich fahren von Calafate aus zum Perito Moreno Gletscher, der 80km ausserhalb der stadt liegt. Der wind bläst wieder mal ziemlich heftig wenn auch nicht ganz so stark wie am vortag. Am eingang zum nationalpark trreffen wir auf Joël und Martine die etwas früher abgefahren waren.
War die strasse bis hierhin schnurgerade und nur selten durch eine kurve unterbrochen so begann jetzt eine ware achterbahnfahrt. Die strasse schlängelt sich zwischen berghang und gletschersee entlang, mal auf mal ab, mal links mal rechts aber nie mehr als 30m gerade, ein traum für motorradfahrer, auch wenn man höllisch auf den splitter der oft in den kurven liegt aufpassen muss.
Nach einer der vielen kuppen gibt es schliesslich den ersten ausblick auf den gletscher. Eine riesige breite eiswand am rande des sees. Vom Parkplatz geht ein steg hinunter zu einem aussichtspunkt von wo man beste aussicht auf den gletscher hat. Schon kurz nachdem wir ankommen bricht ein riesiges stück eis mit lauten krachen ab und stürzt donnernd in den see. In der mitte trifft der gletscher auf einen felsen auf dem wir stehen, rechts und links davon befindet sich jeweils ein see. Manchmal unterbricht das eis die verbindung zwischen den beiden seeen und so steigt das wasser in einem see mehr als in dem anderen. Alle paar jahre, wenn der druck gross genug geworden ist, bricht das eis und in einem spektaukulärem schauspiel schiesst das wasser von einem in den anderen see. Der Perito Moreno gletscher gehört zu den wenigen, die oben ungefähr genau so schnell wachsen wie er unten abschmiltz. In der mitte bewegt er sich mit zwei metern pro tag richtung  see. Während wir zu mittag essen kracht das eis noch mehrer male mit viel getöse ins wasser aber nie bin ich schnell genug mit der kamera um eine aufnahme zu machen.

25.12.08
Um fünf uhr morgens werde ich von den dumpfen basstönen argentinischer discomusik geweckt. Den grössten teil des lärms wird durch meine ohrstöpsel mit denen ich schlafe, gefiltert.Nnur die tiefen bässe gelangen schonungslos an mein trommelfell. Die dorfjugend scheint scheint gleich oberhalb des campings das weihnachtfest äusserst ausgelassen zu feiern. Ich stecke mir die köpfhörer des mp3-players an die ohren und probiere dem lärm mit Keith Jarrets Köln Konzert zu bekämpfen aber das hilft nichts. Vielleicht hilft ja Steve Ray Vaughan. Schliesslich half nur noch Nickelback in voller lautstärke aber da war ich auch schon ganz wach. Da auch noch die blase drückte, ein lästiges problem am frühen morgen beim campieren, bin ich aufgestanden.

Nach dem besuch der baños packte ich mein zeug zusammen und so hatte ich eine gute stunde zeit um bei einer tasse kaffee an den reiseberichte zu arbeiten.  

Kurz vor zehn gings waren wir dann wieder unterwegs. Bis zum Torres del Paine nationalpark sind es ca. 360km, anfangs geteertte strasse, dann 60km ripio wie man hier di schotterstrassen nennt, wegen der wellblechform denn die piste annehmen wenn schwere lastwagen und busse darüber donnern. Am ende der schotterpiste ist ein tankstelle, die leider geschlossen hat. Also weiter. Der wind macht uns immer mehr zu  schaffen, trotz schönsten asphalt können wir kaum mehr als 75km/h fahren. Dann biegen wir ab wieder auf eine schotterpiste. Nun wird der wind zur echten gefahr. Reagiert man bei einer boe nicht rechtzeitig, wird man aus der spur gedrückt, gelangt in tiefen schotter und dann wird es äusserst heikel wieder auf den rechten weg zu kommen.

Schliesslich schaffen wir es aber alledrei, heil beim argentienischen grenzposten anzukommen. Da beginne unsere probleme aber erst. Die Ausreise und passkontrolle ist noch ok, der zöllner der fèur die motorräder zuständig ist macht aber probleme. Der junge zöllner an dem grenzposten wo wir das letzte mal in argentinien eingereist sind hat vergessen unsere einfuhrgenehmigung zu stempeln. Problema! Mault der beamte. Erst nimmt er mal die anderen grenzgenger vor um sich dann nach ein paar telefonaten unserer wieder anzunehmen. Schliesslich macht er die papiere ganz neu, diesmal mit stempel und gibt uns einen der durschschläge mit stempel mit. Merry christmas ruft er uns zum abschied nach und schon fällt die kette und wir kämpfen uns sieben kilometer weiter über schotterpiste und gegen den patagonischen wind zu chilenischen grenzkontrolle. Auch hier, grosse Problema! Wenn den unsere einfuhrgenehmigung von der letzten einreise nach chile sei. Den haben wir natürlich bei der ausreise abgegeben. Die formalitäten der letzten ausreise haben wir in Puerto Ibanez gemacht, ein kleines dorf am ???see. Das war auch kein richtiger zöllner sondern eine gendarmeria. Deshalb kann der zöllner unsere ausreise jetzt nicht in seinem computer finden. Also wieder viele zettel ausfüllen und irgendwie geht es dann doch noch nach chile. Hier wird unser gepäck auch das erste mal nach früchten und fleisch untersucht, es ist nämlich strengstens verboten solche nach chile einzuführen weil die chilenen maul und klauenseuche, sowie pilzbefall ihrer weinreben fürchten. Prompt wird der zöllner auch bei joël fündig und der konfiziert den apfel und die nektarienen. Dann geht’s auf die suche nach benzin in dem kleinen dörfchen an der grenze. Wir finden nur ein schild mit einer zapfsäule aber keine zapfsäule. Als wir suchend umher fuhren kam dann doch noch ein tankwahrt und öffnete das kleine häusschen wo die zapfsäule drin versteckt ist. Er schiebt den Tankrüssel durch eine kleine klappe und so können wir unsere tanks befüllen.

Dann geht es weiter 100km ganz gute schotterpiste in den nationalpark.

Der wind macht uns weiterhin zu schaffen, besonders wenn er seitlich kommt und uns von der piste wehen möchte. Die berge die die ganze zeit so fern waren, kommen jetzt immer näher. Die strasse ist nicht mehr schnurgerade sondern wird jetzt immer kurviger. Dann ist die strasse durch eine kette gesperrt, es ist der Eingang zum Nationalpark. Wir müssen wieder einige zettel ausfüllen und eintritt bezahlen, dann geht es sieben kilometer weiter zum campingplatz. Wir brauchen eine ewigkeit für dies kurze strecke, denn immer wieder werden wir mit neuen wundervollen ausblicken für unsere bisherigen strapazen belohnt. Kleine und grosse seeen mit smaraktgrün leuchtendem wasser wechseln sich ab. Der wind wirbelt hohe wellen auf und weht eine weisse gicht über die wasseroberfläche. Der himmel über uns ist nur spärlich bewölkt, so haben wir einen wundervollen blick auf die berggipfel. Immer wieder versuchen wir mit film und fotokamera die eindrücke einzufangen. Aber die kulisse ist zu gewaltig um später beim bertachten der fotos die selben eindrücke zu haben.

Es geht weiter über eine schmale hügelige strecke bis wir beim campingplatz ankommen. Ein mitarbeiter des parks begleitet uns auf dem fahrrad zu unserem zeltplatz. Jeder zeltplatz hat einen windgeschützen unterstellplatz und feuerstelle. Schnell sind die zelte aufgerichtet und wir nutzen die erstklassige infrastruktur um den staub des tages von uns und unserer kleidung zu waschen. Es wurde wiedermal höchste zeit kleidung zu waschen, wenn wir nicht für immer aus der zivilisation verstossen werden wollen .

26.12.08

Am morgen erwache ich und der regeln prasselt immer noch auf die zeltplane. Ich brauche eine stunde länger als sonst um mich aus dem warmen schlafsack zu pellen.
Eigentlich wollten wir heute eine trekking tour durch den nationalpark machen. Die wettervorhersage meldet allerdings mindestens drei tage regen. Es macht also nicht viel sinn hierzubleiben und so entschliessen wir uns in regenkleidung zu packen und weiter nach Puerto Natales zu fahren.
Am ausgang des parks hört es dann auch gleich auf mit regnen. Über schotterpiste geht es weiter. Wenigstens blässt der wind heute morgen etwas weniger stark und die piste staubt auch nicht so wie am vortag.

Hinter einer kurve sehen wir dan einige hundert meter vor uns mehrer autos stehen und das rot blaue leuchten von kranken und polizeiwagen. Ein unfall! Zwei minibusse sind frontal aufeinander geknallt. Der eine ein Hiundai ist vorne weit eingedrückt. Der andere ein amerikanischer wagen sieht nicht so schlimm aus. Trotzdem gehe ich davon aus, dass dessen insassen schwerer verletzt sind, da sie die ersten sind die im die ambulanzwagen getragen werden. Nach und nach kommen immer mehr krankenwagen. Dann fängt es wieder an zu regnen, es werden plastikplanen über die verletzten gespannt die am strassenrand liegen.

Wir warten knapp eine stunde bis endlich eine schmale passage frei wird um am unfall vorbeizufahren. Als ich gerade ansetzte um abzufahren kommt ein weiterer krankenwagen, ein polzist stoppt mich und der krankenwagen kommt herangebraust un versperrt wieder den weg. Jetzt wo ein ich näher an der unfallwagen stehe, höre ich ein junges mädchen vor schmerzen schreien beim versuch der sanitäter sie auf die pritsche zu legen. Hatte ich die ganze zeit schon ein ungutes gefühl angesichts des geschehens, so wird mir jetzt richtig mulmig. Es ist keine selbstverständlichkeit heil über tausende kilometer dieser pisten zu kommen. Wir hatten bisher grosses glück und haben ab jetzt glücklicherweise beinahe nur noch asphaltstrassen vor uns.
Als wir dann endlich weiterfahren können, kann  ich die blutverschmierten airbags im hiundai erkennen. Es muss ein extrem heftiger zusammenstoss gewesen sein, wenn mir auch nicht richtig verständlich wird, wie es dazu auf diesem geraden teil  der strecke kommen konnte.

Nach zehn kilometern kommen wir wieder auf die asphaltstrasse und kuerze zeit später nach Puerto Natales. In dieser kleinen sympatischen stadt herrscht überall einbahnverkehr. Das begreifen wir aber erst nachdem die uns entgegenkommenden autos mit lichthupen darauf aufmerksammachen. Wir finden einen kleinen campingplatz wo wir unsere zelte aufrichten.

Am abend wollen wir in ein restaurant, das sowohl in Martines wie in meinem reiseführer positiv erwähnt wird. Hier gibt es nur einen grossen tisch, an dem man schulter an schulter sitzend die besten pizzas und nuddeln des stadtchens serviert bekommen soll. Leider scheint die adresse auch die den reiseführern anderer reisender zu stehen, denn es ist kein platz mehr für uns. Ein paar häuser weiter, in einem im skandinavischem style eingerichteten café bestellen wir uns eine heisse schokolade in der hoffnung in einer halben stunde einen freien platz im restaurant zu ergattern. Doch vergebens, die schlange wartender gäste hat sich mittlerweile sogar vergrössert. So machen wir uns auf die suchen nach einer anderen gaststätte und werden ein paar strassen weiter fündig. Ein kleines lokal mit vielen freien tischen, nur einer ist mit einem einheimischem paar besetzt. Eine erwähnung in einem der einschlägigen reiseführern ist hier voraussetzung um gute  geschäfte zu machen aber für uns gäste nicht um gut und preiswert zu essen. Der chef rät uns zu der spezialität des hauses die wir gleich annehmen auch wenn ich ausser, dass es lachs gibt nicht viel verstanden habe. Wir werden nicht enttäuscht, der gegrillte lachs ist riesig und wird mit einer hervorragenden sauce und patas fritas serviert. Unsere anwesenheit ermutigt wohl auch andere reisende herein zu kommen. Nach und nach füllt sich der speiseraum.

27.12.08

Heute bleiben wir in Puerto Natales, deshalb bleibe ich auch heute länger im warmen schlafsack liegen. Als ich schliesslich erwache, höre ich eine fremde französischestimme mit Joël diskutieren. Es ist ein französischer fahradfahrer der alleine unterwegs ist. Er ist heute morgen um vier uhr nördlich von hier aufgebrochen um dem schlimmsten wind zu entgehen der gegen mittag seine volle stärke erreicht. Er ist völlig erfroren und freut sich über eine warme tasse café. Er musste heut morgen sein zelt von schnee  befreien der in der nacht gefallen war. Tatsächlich, die berge auf der anderen seite der bucht der letzten hoffnung wie das hier genannt wird haben über nacht weisse kuppen erhalten.
Auf dem platz gegenüber haben sich weitere zwei franzosen einquartiert. Das paar ist schon seit drei monaten per bus in südamerika unterwegs. Sie waren um weihnachten in Ushuaia und hatten dort auch schnee.    

28.12.08

Heute morgen sind wir wieder mit regen in den tag gestartet. Aber schon kurz nach dem start wurde das wetter besser, sogar der wind meinte es gut mit uns. Nach 200km stiessen wir auf eine tankstelle die nicht auf der karte vermerkt war. Wir füllten unsere tanks und tranken eine heisse schokolade. Joël und Martine haben sich entschlossen weiter nach Punta Arenas zu fahren um südlich der stadt die Pinguine zu besichtigen. Dann werden sie mit der fähre nach feuerland übersetzen und wir werden uns in Ushuaia wieder treffen.
Philippe und ich bevorzugen den weg über Punta Delgada, da die fähre dort öfter zwischen feuerland und dem festland hin und her fährt. So können wir sicher sein noch am se'lben tag überzusetzen. Und tatssächlich, als wir am anlegeplatz ankommen ist die fähre gerade angekommen. Als ich einen arbeiter fragen möchte wo wir bezahlen können, winkt er uns zu, 'vamos motocyclettas' . Kaum sind wir, zwei lastwagen und drei autos auf der fähre, schliesst auch schon das tor und die fahrt geht los. Keines der fahreuge wir extra gesichert auch nicht unsere motorräder. Wir bleiben bei den motorrädern, da der seeggang das schiff ganz schön schwanken läst und die bikes riskieren umzufallen. Nach knappen 20minuten sind wir auf feuerland angekommen. Nach ein paar kilometer betonstrasse beginnt wieder die schotterpiste. Ich fange an sie zu hassen diese pisten, ich habe endgültig genug davon. Aber es hilft nichts, mit ein paar pausen schaffen wir schliesslich die 100km bis nach San Sebastian.

Vor der hosteria am eingang des dorfes steht eine BMW R1150GS mit grossem tank und viele Touratech equipment mit französischem nummernschild. Ich abe genug piste für heute gesehen und möchte sehen wen es hierher mit dem motorrad verschlagen hat.

In der hosteria treffen wir auf Marie-Christine und Alain, ein französisches paar in den 50ern die seit acht monaten in amerika unterwegs sind. Insgeamt haben sie zwei jahre für  ihre weltreise. Ich bin darüber erstaunt wie viele franzosen wir bisher begegnet sind, op mit motorrad, fahrrad oder camper, habe ich doch geglaubt auf mehr deutsche reisende  zu treffen.  

Wir verbringen einen netten abend mit interessanten geschichten aus vielen verschiedenen ländern.
29.12.08
Wieder regnet es am morgen. Kaffee fällt aus, wir packen unsere sachen und machen uns auf den weg zur chilenischen grenze die nur 500m weit weg ist. Der beamte verlangt nach einem papier, das ich bei der einreise bekommen habe, ich kann es aber beim besten willen nicht finden. Beim suchen fällt mir auf, dass auch mein fahrzeugschein fehlt. Normalerweise habe ich beide papiere in meinem pass aber da sind sie nicht mehr und auch nicht in der tesche wo ich meine papiere aufbewahre. Da fällt mir ein, das letzte mal wo ich den pass gebraucht habe, war beim eingang zum torres del paine nationalpark. Wahrscheinlich habe ich da die fehlende papiere verloren. Der beamte macht aber keinen stress, den kleinen weissen zettel fülle  ich einfach noch einmal aus und vom fahrzeugschein habe ich eine kopie, die die grenzer sowiso nicht vom original unterscheiden können.

Dann geht’s weiter zur argentinischen grenze, auch hier keine probleme. Ab hier ist die strasse geteert. Das land ist flach, links und rechts nur dürre grasflächen. Es geht vorbei an ein paar erdöl förderpumpen aber die mengen die hier gefördert werden sind minim.
Es geht weiter nach Rio Grande. Am eingang der stadt, stehen Alain und Marie-Christine am strassenrand. Es gab während der fahrt einen grossen knall aus dem motor. Alain liegt neben dem motorrad und schraubt am motor herrum. Die zündkerze wurde wahrscheinlich nicht fest genug angezogen und hat sich gelockert. Die letzten millimeter gewinde konnten dem druck des kolbens nicht widerstehen und schoss die zündkerze aus dem zylinderkopf. Alain blieb ganz cool, reinigte das gewinde vom aluminium, schraubte dieselbe kerze wieder ein und fuhr weiter.

Durch zufall fanden wir ein nett aussehendes restaurant und ich zwang Philippe sich meinen esszeiten anzupassen. Es war kurz nach zwölf, die franzosen haben da meist den bauch noch voll vom petit déjeuner, mir war aber schon nach was herzhaftem. Das restaurant gehört einem rallyefreak. Die wände hängen voll von spektakulären bildern von aktuellen und älteren rallyeautos. Wir  essen vorzüglich und preiswert bevor wir die letzten 200km nach Ushuaia in angriff nehmen.

100km vor Ushuaia wird die landschaft wieder interessanter aber auch merklich kühler. Auf um die 10°C schätze ich die temperatur. Es geht an einem see entlang, in die berge hoch, über einen pass und dann eine schöne slalom strecke auf breiter strasse den berg hinunter bis nach Ushuaia wo wir von einer der vielen polizeikontrollen in den eingängen der städte empfangen werden. Noch nie wurde memängelt, dass mein ablendlicht nicht funktioniert, so auch dieses mal nicht. Ich bin so auf die polizistin konzentriert, dass ich erst im letzten augenblick das berühmte schild erkenne, das ich schon so oft auf den webseiten anderer reisender gesehen habe. Wilommen in Ushuaia, dem ende der welt, ist da zu lesen.

30.12.2008

Als Philippe und ich vom einkaufen in der stadt zurück kommen steht auch Joëls BMW auf dem campingplatz. Sie haben tatsächlich die Pinguinecolonien gesehen, sind dann aber nicht mit der fähre von Punta Arenas nach Feuerlang gekommen, sondern sind den selben weg wie wir mit der kurzen fähre gefahren. Joël klagt über probleme mit dem kardan an seiner R80GS und ist jetzt auf der suche nach einer guten werkstatt hier in Ushuaia.

Ich sitze gerade im aufenthaltsraum des camping Rio Pipo als ein amerikaner mich anspricht, von wo ich komme. Luxembourg, sage ich und denke noch, das wird doch nicht der ami sein von den René geschrieben hat. Da sagt er, 'Oh Luxembourg! I met a guy from luxembourg some weeks ago, his name is René'. 'René Hilbert' sage ich. Die welt ist klein. René hat sechs Monate für seine  südamerika reise und er lässt es dementsprechend langsamer angehen, recht hat er. Chuck, der amerikaner war in Peru ein paar tage zusammen mit René zusammen gewesen.

 

Last changed: 30th December, 2008 at 21:35

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