Mototour Dezember 2008 - Januar 2009
Valparaiso - Camino Austral - Routa 40 - Torres del Paine - Ushuaia
Rallye Dakar |
| Posted by Administrator on 11th January, 2009 |
02.01.09
Trotz des miesen Wetters während unserer Aufenthalts, werde ich Ushuaia in guter Erinnerung behalten. Viele nette Bekanntschaften mit anderen Motorradreisenden haben wir gemacht und gut gefeiert. Aber jetzt wurde es höchste Zeit Ushuaia zu verlassen und weiter zu reisen.
Am morgen haben wir unser Hab und Gut, dass sich die letzten Tage im Zelt ausgebreitet hat wieder zusammen geräumt und möglichst platzsparend in den Alukoffern verstaut. Das einpacken wurde aber wieder mal von einer Regenschauer unterbrochen, die ich nutzte um ein paar Emails zu lesen und beantworten.
Um ein Uhr fuhren wir dann zusammen zum Flughafen um Martine zu verabschieden, die am Montag wieder arbeiten muss. Joël wird von jetzt an alleine auf seinem Motorrad sitzen.
Nach einem Foto beim Dorfeingangsschild ging es dann los Richtung Rio Grande. In den Bergen bei Ushuaia gab es noch die eine oder andere Regenschauer, dann wurde das Wetter aber zusehends besser. Als wir in flacheres Gelände kamen fing aber der Wind an immer kräftiger zu blasen. Auf gerader Strecke kämpften wir uns quer gegen den Wind geneigt Kilometer um Kilometer weiter. Zwanzig Kilomter vor Rio Grande war der Sturm so stark und böig, dass ich kurz davor war aufzugeben. Meine Schultern schmerzten meine Arme waren müde vom ewigen korrigieren der Fahrrichtung. Dann bog die Strasse sich in einer lang gezogene Kurve nach rechts und wir hatten den Wind im Rücken. Was eine Wohltat, ich fuhr mit knapp hundert km/h und verspürte nicht das kleinste Lüftchen durch mein offenes Visier.
Aber der Rückenwind war nur von kurzer Dauer, im Ausgang von Rio Grande bekamen wir wieder die volle Breitseite zu spüren. Aber der Wind blies jetzt regelmäßiger, was das fahren etwas einfacher machte. Schliesslich kamen wir in San Sebastian, dem kleinen, nur aus zwei Hostels , einer Tankstelle und dem Grenzgebäude bestehenden Ort an.
Beim Hostel gleich hinter der Tankstelle standen die Motorräder von den drei Brasilianern die wir schon mehrmals begegnet waren. Sie haben sich hier einquartiert umd den Sturm abzuwarten und morgen früh bei hoffentlich besserem Wetter die nun kommende Schotterpiste in Angriff zu nehmen. Den Gedanken die Nacht hier zu verbringen ist mir äußerst sympathisch. Sie bieten uns an unsere Schlafsäcke bei Ihnen im Zimmer auszubreiten. Das wird aber kategorisch von der Rezeptionistin abgelehnt. Also blättern wir 150 Peso auf den Tisch und bekommen ein eigenes Zimmer
03.01.09
viel verkehr bei der granze,
ripio bis zur fähre,
fähre ist nicht gratis,
zusammen mit den brasilianern, samuel,
noch mehr verkehr bei grenze nach argentinien,
abschied von brasilianern in Rio Gallegos,
landschaft wie windows desktop nur nicht so grün,
ewig lange gerade bis zum horizont auf routa3,
schönes warmes wetter am abend,
wunderschönes wildes campen am Rio Santa Cruz bei cmte. Luis Piedra Buena.
06.01.09
Vor drei tagen haben wir uns entschlossen die Rallye Dakar, die dieses Jahr in Argentinien und chile statt findet zu besichtigen. Im das zu erreichen. Mussten wir in drei tagen knapp 2000km machen, was eine menge ist auf den patagonoischen strassen, auch, wenn die routa3 asphaltiert ist. Am ersten tag haben wir gut 800km geschafft . Am ende des tages haben wir zur belohnung auch noch einen wunderschönen platz am ufer eines flusses zum wildcampen gefunden.
Am nächsten tage waren es 600km und wir haben uns noch den luxus geleistet noch die pinguine bei camarones zu besichtigen.
Heute am dritten tag unseres rennens, haben wir es tatsächlich geschafft in Neuquén auf das bivouac der Rallye Dakar zu treffen. Es war nicht einfach in dieser 100000 einwohner stadt den serviceplatz der rallye zu finden aber irgendwann sind wir auf einen servicetruck getroffen und sind ihm einfach gefollgt. An den strassenrändern stehe tausende von zuschauer, die sowohl den rennwagen als auch uns zujubeln. Wir können uns den fans kaum noch erwehren, wir klatschen hände ab, man klopft uns auf die schulter und beglückwunscht uns. Als wir kurz anhalten mussten, springt sogar einer der verrückten auf den soziussitz von joëls bmw um sich von seiner freundin fotographieren zu lassen. Geduldig machen wir das spiel mit wenn auch etwas beschämt, sind wir doch keine rallyhelden sondern drei harmlose reisende mit schwerbeladenen bikes.
Aber dann, kurz vor dem eingang zum parc fermé, ist schluss mit lustig. Ein kräftiger kerl der organisation wink uns von in eine seitenstrasse wo wir unsere bikes abstellen. Zufuss geht es weiter an einem zaun entlang wo eine stelle offen ist. Philippe möchte gleich docht einsteigen aber ich zögere etwas. Ich möchte erst mal die legalen möglichkeiten erkunden. Aber es schent keine zu geben. Also zurück zu der lücke im zaun. Aber da sind schon zwei sicherheits beamte dabei das loch zu flicken. Philippe zückt das handy, hält es an das ohr und macht auf sehr wichtig und beschäftigt. „Permisso porfavor“ und schon öffnen die beamte kurz den zäun und einer nach dem andern vun uns drei steigen hindurch und schon sind wir im parc fermé.
In ruhe schauen wir uns die sportgeräte der ersten teilnehmer an. Dann wagen wir uns zum RedBull zelt wor uns auch gleich das eiskalte getränk angeboten wird. Wir suchen uns die bequemsten klappstühle aus und erholen uns kurz von der erdrückenden hitze, immernoch haben wir unsere sichere aber warme motorradbekleidung an. Dann wagen wir uns in das grosse essenszelt wo die ersten motorradfahrer dabei sind ihrer roadbooks für den morgigen tag zu preparieren.
Ich schaue dem treiben in dieser kleinen zeltstadt zu während Philippe weiter das fahrerlager erkundet. Dann macht auch Joël sich auf erkundungstour und lässt mich alleine mit den jacken und helmen zurück. Einige zeit später kommt philippe mit einem offiziellem der organisation zurück. Er gibt mir heimlich zeichen ja den mund zu halten. Er geht an mir vorbei , nimmt seinen helm und seine jacken und wird von seinem begleiter zu ausgang des geländes begleitet.
Aber es dauert nicht lange bis er wieder da ist und das sogar mit einem bändchen, das ihm den zugang zu fahrerlager für heute erlaubt. Es war ihm tatsächlich gelungen die herzen der damen im rezeptionszelt zu erweichen und ein ticket zu bekommen. Joël und ich woltten nach unseren motorrädern schauen die samt gepäck und tankrucksack noch immer in der seitenstrasse standen um dann auch einen offiziellen zugang an der rezeption zu ergattern. Schliesslich sind wir von weit hergekommen um die rallye zusehen. Aber vergeblich, zuviele hatten in der zwischen um zugang gebeten und unser charme schien nicht mit dem von philippe concourieren zu können. Also rückzug zu den motorrädern wo wir uns eine neue taktik einfallen liessen. Joël wollte es nochmals probieren und verschwand wieder. Geschlagene zwei stunden stand ich bei den motorrädern und musste hunderte autogramme schreiben, kinder aufs motorrad hieven, erklären wer ich bin, von wo ich komme usw. Anfangs erklärte iich noch, dass ich aus Luxemburgo bin, dem kleinen land zwischen francia und Alemania und nur ein tourista keine competition mache. Aber ich gebe es schlisslich auf. Erfülle die wünsche der jungen und alteren fans und stelle mich ihren fragen und fotos. Ein hüpsches vierzehn jähriges mädchen fragt mich nach meinen namen auch englisch. Dann erklärt mir ihr vater ihre tochter lerne englisch in der schule und sie könnte jetzt mit mir etwas üben. Also überlegten die elternn sich immer weitere fragen die die tochter nach kurzem überlegen übersetzte und ich geduldig beantworte. Unter anderem erkläre ich, dass meine tochter 13 jahre alt ist und ihre tochter viel besser englisch spricht, dafür meine aber französisch und holländisch, jedenfalls könnte sie es wenn sie wollte. Meine frau sei zuhause und müsste bei eisigen temperaturen im winterlich luxemburg fünf lange wochen ohne mich auskommen. Sie haben viel mittleid mit den beiden und nur wenig verstandniss für meine abenteuerlust. Aals ich aber sage wie wundervoll ich ihr land finde und vor allem die leute die hier wohnen ist die begeisterung wieder gross. Eine der vielen interviewerinnen spricht sogar perfekt französisch, sie übersetzt den gut dreissig leuten die um mich herum stehen, dass ich nur tourist und kein rallyepilot bin. Da ist die entäuschung aber gross. Aber nur kurze zeit später sind neue leute da und das spiel geht von vorne los. So vergeht die zeit, bis schliesslich Joël wieder auftaucht und sogar zwei der begehrten bändchen hat. So geht es wieder, diesmal auf legalem wege in den VIP-bereich, nicht ohne uns herzlich bei dem französischen team mit einer flasche argentinischen wein zu bedanken. Unsere roten armbänder erlauben uns sogar noch am buffet mit bestem essen getränk zu bedienen. Später am abend schaffen wir es tatsächlich noch die motorräder ins fahrerlager zu schaffen und so können wir tatsächlich eine nacht im bivuac der rallyefahrer verbringen.
Die quälerei der langen anreise hat sich tatsächlich gelohnt!
10.01.09
Nach einer sehr lauten nacht im fahrerlager, bedienen wir uns am morgen wieder am gut ausgestattetem buffet. Als die meisten Rallyefahrerdem und servicecrews das fahrerlager verlassen haben, verlassen auch wir Néuquen und die rallye dakar um über die anden richtung chile zu fahren. Am grenzübergang ging es nur sehr langsam weiter, wir mussten einen bus vor lassen so dass erst mal 30 leute vor uns abgefertigt werden mussten. Die die gute breite strasse schlängelt sich in grossen kurven zwischen den andenkipfel hindurch. Kurz nach der grenze erreichen wir den höchsten punkt unserer reise mit 1860m.
Wir waren auf der argentienischen seite etwas übermütig was unser benzinverbrauch angeht. Wir haben mindestens drei tankstellen passiert ohne die tanks zu befüllen. In chile mussten wir dann feststellen, dass es noch recht weit zur nächsten tankstelle ist. An einer kreuzung bleiben wir kurz stehen und joël verabschiedet sich. Jetzt wo wir in chile sind möchte er die reise noch etwas langsamer angehen um die angeschlagene kardanwelle seiner R80GS zu schonen. Notfalls wird er einen pickup finden, der ihn und sein bike bis nach valparaiso bringt. Philippe und ich fahren weiter richtung panamericana, die autobahn die direkt nacht santiago de chile führt. 400Km nach der letzten tankbefüllung musste ich auf reserve schalten, dann blieb philippe mit leerem tank stehen. Er schüttet den verbliebenen halben liter sprit aus dem reserve kanister in den tank. Das musste für die verbleibenden 7km reichen und das tat es auch. Erleichtert erkennen wir das COPEC schild der tankstelle.
Am abend verlassen wir kurz vor Santiago die autobahn und finden einen schönen campingplatz mit swimingpool den wir auch gleich nutzen um uns etwas abzukühlen.
9.01.09
wir fahren weiter richtung Los Andes wo wir wieder auf den rallyetross treffen. Wir verfolgen einen japanischen servicetruck bis nach Valparaiso. Unterwegs treffen wir auf ein französisches team was bei einer empenada bude sitzt und mittagspause macht. Wir halten und Philippe fragt gleich nach eintrittstickets für das fahrerlager in Valparaiso. Zuerst zögern die Mechaniker, doch als sie erfahren von wo wir kommen und wieweit wir gefahren sind, schneiden zwei von ihnen sich die eintrittsbänder von den armen und geben sie uns. Perfekt. Beim versuch ins fahrerlager zu fahren scheitern wir aber wieder kurz vorm eingang am selben typen wie schon in Néuquen. Also bleiben die bikes draussen. Wir selbst kommen aber problemlos rein und genehmigen uns erst mal eine erfrischung beim RedBull stand.
Philippe bleibt im fahrerlager, ich entscheide mich fürs hostel Villa Kunterbund wo ich wieder herzlich von Martina und Enzo empfangen werde. Der hof steht voller motorräder. Das haus ist voll mit reisenden aus Kanada, Texas, Wales, Ireland, Schweiz und Deutschland.
11.01.01
Erholsame Tage in Valparaiso, jeden Tag kommen und gehen neue Motorradreisende. Ich geniesse die vielen Gespräche mit all den Reisenden aus der ganzen Welt. Viele sind schon Jahre unterwegs und verzichten auf einen gut bezahlten Job zugunsten der Freiheit und den wundervollen Erfahrungen unterwegs.
Morgen steht aber wieder an anstrengender Tag an. Das Motorrad wird in den Hafen gebracht und all der Papierkram muss erledigt werden.
Last changed: 11th January, 2009 at 22:06
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