Die erste Woche |
| Posted by Administrator on 23rd December, 2012 |
Am Dienstag hat Enzo aus der Villa Kunterbunt diverse Pickups, Privatautos und Taxis organisiert und wir sin um neun Uhr zum Containerterminal gefahren, der sich nicht mehr wie vor vier Jahren im Hafen befindet, sondern 20km landeinwärts. Mit Sonnencrème bewaffnet musste wir glücklicherweis nur kurz in der glühenden Sonne warten, bis unser Container bereit zum ausladen war. Drei Stunden später ging es schon zum Auftanken zur nächsten Tankstelle und dann weiter zum Hostel.
Jetzt musste erst mal das ganze Gepäck aussortiert und am Motorrad untergebracht werden. Da ich Zuhause nicht mehr dazu gekommen bin die neuen Reifen aufzuziehen, musste ich diese auch noch eine Weile transportieren, bis die alten auf der Ruta5 platt gefahren sin.
Nachdem wir uns von den restlichen Reisenden sowie Martina und enzo verabschiedet hatten, ging es schliesslich gegen halb fünf Uhr los, richtung Norden. Natürlich erst mal in den Feierabendverkehr in Valparaiso.
Über den Ferienort Viña del Mar ging as am Pazifik entlang zur Ruta5 die hier als mautpflichtige Autobahn ausgebaut ist. Aber schon kurze Zeit später verliessen wir die langweilige Schnellstrasse und fuhren auf einer herrlich geschwungen Landstrasse, mit Kurven wie gemach zum Motorradfahren, vom Meer in die Berge Richtung Illapel. In dieses kleine Städtchen sind wir nicht wegen der schönen Kurven gefahren sondern wegen Claudio. Joël hat Claudio vor vier Jahren kennegelernt, als er eine Panne mit dem Motorrad auf der Ruta5 hatte. Claudio ist selbst Motorradfahrer und hat Joël geholfen einen Abschleppdienst zu organisieren um Wieder nach Valparaiso zu kommen. Claudios aus Haus liegt etwas ausserhalb von Illapel in einem Hang am Fuss der Berge. Seine Frau begrüsst Joël sowie Philippe und mich ganz herzlich. Sie kann sich sogar noch erinnern, dass Franzosen sich zwei Wangenküsschen zur Begrüssung geben und nicht wie in Chile nur einer. Mit ihren blonden Haaren und recht gut aussehend ist sie eine ganz untypische Chilenin. Sie fährt gleich los um Claudio und etwas zum Essen zu holen. Eigentlich wollten wir der Famillie nicht zur Last fallen und haben Claudio gebeten uns ein Hostel zu zeigen. Aber in der Stadt gibt es keine vernünftige Behausung mit sicherem Motorradabstellplatz für uns und so ist Claudio ganz froh uns doch beherbegen zu dürfen.
Bei einem Glas Bier wurden die Gespräche immer komplexer und unserer Spanischkenntnisse immer unzureichender bis wir schliesslich google translate zur Hilfe genommen haben.
Nach dem Frühstück bedankten und verabschiedeten wir uns und versprachen weiter in Kontakt zu bleiben. Dann gings wieder auf die Strasse. Kurz hinter Illapel ging es auf die erste Schotterstrasse dieser Reise. In vielen Kurven schwingt die Piste sich immer höher in die Berge hinauf, vorbei an verlassen und noch aktiven Minen, weshalb auch immer wieder schwere Lastwagen entgegen kamen. Nach 60km ging es dann wieder auf eine Kurvige Asphaltstrasse in Richtung La Serena zu Oswaldo, ein weiterer Bekannter von Joël, den er bei seiner Reise vor zwei Jahren kennenlernte. Kurz nachdem wir bei Oswaldos Haus ankamen kam auch er mit seiner Freundin auf einer Yamaha XT600 angebrauchst und wurden wieder herzlichst begrüsst. Oswaldo bot uns an zu seinem Vater zu fahren, der eine kleine Autowerkstatt betreibt um den Seitenständer von Philipps Motorrad zu reparieren. Das selbst gebaute Teil aus Inox hatte sich am Tag zuvor unter der Last vom beladenen Bike verbogen. Nach zwei Stunden strahlte das Motorrad mit einem glänzenden Seitenständer aus einer Innenstange eines Stossdämpfers und wir fuhren weiter zu unserer Cabana in die wir uns für eine Nacht eingemietet hatten. Nach einer Dusche und in frische Kleidung ging es dann zum Abendessen zu Oswaldo und seiner Familie. Wir hatten zuvor Geld zusammengelegt und Oswaldo hat mit seiner Freundin die nötigen Besorgungen gemacht. Es gab leckeren Chilenischen Rotwein und Hamburger mit viel Palta wie die Avokados hier genannt werden. Es gibt kaum ein Tag an dem ich keine Avokados esse, die hier nicht nur extra gut schmecken sondern mit 2€/KG auch sehr günstig sind. Auch an diesem Abend hat uns google translate gute Dienste geleistet. Oswaldo ist genau so ein Geek wie ich und lässt mich kurz über sein Android Handy ins Internet. Um Mitternacht machten wir uns schliesslich leicht angetrunken auf den Weg zurück in unsere Cabanas.
Dank Ohrstöpsel ginng as Morgen ausgeschlafen weiter nach Caldera bei Copiapo. Grosse Strecken sind wir über eine kleine Landstrasse am Meer entlang gefahren bis wir hinter Caldera im National Park Pan de Azúcal am Strand unsere Zelte aufgeschlagen haben. Die Strasse durch den Park ist neu und auf unserem Strand gibt es Tische und Bänke mit Strohdach als Sonnenschutz und ein aus Ziegel gemauertertem Grillplatz. Wir sind ganz alleine hier, aber in ein paar Wochen wird es hier wohl voll mit Leuten sein. Der Sonnenuntergang ist herrlich und die Nacht ruhig.
Wieder nehmen wir eine kleine Landstrasse am Pazifik entlang bis nach El Cobreo wo die Strasse das Meer verlässt und sich in kürzester Zeit auf über 2500m die Anden hoch windet. Anschliessend geht es schnurgerade über den Alti Plano an Antofagasta vorbei nach Calama wo wir unsere Zelte auf einem lauten und staubigen Campingplatz mit kalter Dusche aufschlagen. In einem riesigen Einkaufzentrum machen wir uns auf die Suche nach etwas Essbaren und Wifi. Kurz vor 22:00 Uhr sind die Hallen immer noch voller Leute und die Strassen voller Autos. Es ist Freitag abend und jeder möche den Kühlschrank fürs Wochenende befüllen und Vorweihnachtliche Einkäufe tätigen.
Am Samstag kommt Martine, Joëls Frau hier mit dem Flugzeug an um 14 Tage mitzureisen. Mich hällt es in Calama keine weiter Nacht und da ich nicht direkt nach Bolivien sondern bis Weihnachten in San Pedro de Atacama bleiben möchte, mache ich mich alleine auf den Weg in die hundert Kilometer entfernte Oase San Pedro. Langsam aber stetig steigt die Strasse immer höher, bis ich schliesslich auf 3400m meinen bisherigen Höhenrekord aus den Alpen um 400m übertreffe. Meine Machine hat deutlich an Leistung verloren und nimmt nicht mehr so gut Gas an. Ich werde mich wohl mit den Vergasern beschäftigen müssen.
San Pedro ist ein staubiger Touristentreffpunkt mitten in der Atacama und Ausgangspunkt zu Zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Ich habe mich unweit vum Zentrum auf einem Camping niedergelassen und endlich die Reifen, die ich schon so lange mitschleppe aufgezogen. Da Samstagabend ist muss ich diese schweisstreibende Arbeit selbst erledigen, was awer nach zwei Stunden geschafft war.
Hier lerne ich Ina kennen, eine Deutsche aus Berlin die in Frankfurt arbeitet und seit sechs Monaten auf Reise ist. Ende Januar fliegt Sie nach Südafrika um iergendwas mit erneuerbaren Energien zu Studieren. Seit ihrem Besuch auf den Osterinseln ist sie total verknallt mir Roberto unterwegs, der auf den Osterinseln lebt und aus Viña de Mar stammt. Auch Nicholas, ein Franzose, der in Taïti lebt und für 18Monate auf Weltreise ist gesellt sich zu uns. Er ist Mechaniker von Beruf und möchte unbedingt zur Rally Dakar, die ab dem Dritten Januar von Peru nach Santiago de Chile geht. Vergeblich hat er sich bemüht um sich als freiwilliger Mechaniker bei einem kleinen Team zu bewerben. Mit meiner Geschichte wie wir es vor vier Jahren ins Parc Fermé der Dakar in Neuquén geschafft haben, konnte ich ihn etwas aufmuntern. Bei leckerem Essen verbrachten wir einen lustigen Abend im Bianca, ein ganz in weiss gestrichenes Restaurant.
Heute steht relaxing, siteseeing und Vergaseroperation auf dem Programm.
Last changed: 23rd December, 2012 at 17:02
Back to Overview| vill spaass | By Guest on 25th December, 2012 at 21:40 |
| deng éischt puer deeg héiere sech jo schonn immens flott un. vill spaass weiderhinn | |
:-)
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